Brauerviertel, Ulm

In einem Zeitraum von nur knapp fünf Jahren ist auf dem Gelände der ehemaligen Ulmer Münster Brauerei eine bedeutende Maßnahme zur Stadtentwicklung realisiert worden. Das neu urbane Quartier an der Nahtstelle der Ulmer Stadtteile Weststadt und Söflingen grenzt an das im Jahr 2001 definierte Sanierungsgebiet „Soziale Stadt“.

Zielvorgabe für dieses Projekt war es, die von der Industrialisierung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts geprägte Weststadt für deren Bewohner aufzuwerten. Unter diesem Vorzeichen sollte auch das Brauerviertel fortentwickelt werden. Dessen historisches Zentrum bildet das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus-Ensemble. Dazu zählen das Malzsilogebäude, Eishaus, Maschinenhaus und die Wassertank- und Kühlschiffgebäude. Dieses Kulturdenkmal ist das einzige heute erhaltene Wahrzeichen der ehemaligen Ulmer Münster Brauerei. Dem neuen Stadtquartier verleiht es ein unverwechselbares Gesicht.

Das Bebauungskonzept des Quartiers integriert bewusst den Freiraum für junge Familien und auch Betreuungsmöglichkeiten für ältere Menschen. Die Bewohner des Brauerviertels profitieren von kurzen Wegen zu allen Einrichtungen für den täglichen Bedarf. Pluspunkte sind ferner die unmittelbare Nähe zu vielen öffentlichen Institutionen und die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.

Details

Realisierungszeitraum 07/03 bis 12/04
Anzahl Wohneinheiten: 33 Loftwohnungen im sanierten „Sudhaus“, 210 Neubauwohneinheiten - davon 12 Wohnungen für behinderte Menschen, 52 Seniorenwohnungen mit Service u. Betreuung, 34 stationäre Pflegeplätze und 80 stationäre Hausgemeinschaftsplätze
Sonstige Nutzen: 3 Büroeinheiten - davon 2 sanierte Loftbüros, 1 Therapeutikum, 1 Tagespflegeeinrichtung mit 28 Plätzen, 1 Krankentransportwache, 1 Bildungszentrum (ASB-Schulungszentrum)
Stellplätze: 334 private Kfz-Tiefgaragen-Stellplätze, 49 oberirdische Kfz-Stellplätze

Lage & Umgebung